Somatic Experiencing

Wir wissen nun, dass unser Organismus auf bedrohliche Situationen mit den drei Überlebensstrategien Kampf, Flucht und Todstellreflex reagiert. Und wir wissen auch, dass beim Todstellreflex, die Energie, die für Kampf und Flucht zur Verfügung gestellt wird, im Nervensystem gefangen bleibt. (Siehe Seite: Was ist ein Trauma?)

SE (Somatic Experiencing) definiert ein Trauma als eine biologische, unvollendete Antwort des Körpers auf eine bedrohlich erfahrene Situation. Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig neu verhandelt. Somit unterscheidet sich SE von anderen Trauma-Behandlungs-Methoden dadurch, dass es nicht mit dem Ereignis selbst arbeitet, sondern mit der Reaktion des Körpers darauf.

Mit SE ist es möglich ohne das Ereignis selbst zu arbeiten. Dadurch ist eine mögliche Retraumatisierung vermeidbar. Die im Nervensystem gebundene Energie wird in kleinen achtsamen Schritten zur Entladung gebracht.

Wesentliche Elemente bei der Arbeit mit SE sind:

  • Ressourcenbildung
  • Erdung
  • Zentrierung
  • Nachspüren von Körperempfindungen, Verhaltensweisen, Gefühlen, Gedanken, Bildern und Bewegungen.

Entwickler von SE ist Peter A.Levine. Er promovierte in medizinischer Biophysik und in Psychologie. Er war Berater für die NASA während der Entwicklung des Space Shuttels, und hat an zahlreichen Kliniken in den Vereinigten Staaten und Europa gelehrt. Seine dreißigjährige Forschungsarbeit in den Bereichen Stress und Trauma ist in vielen Büchern nachzulesen.

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